Geschichte der Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach

Die örtliche Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes zählte im Juli 2014 insgesamt 1086 Fördermitglieder, sowie 42 aktive Einsatzkräfte, deren Aufgaben sich weit gliedern. Des Weiteren gehören der DRK-Ortsvereinigung derzeit 15 Jugendrotkreuzler an. Insgesamt vier Fahrzeuge (2 Rettungswagen, 1 Einsatzleitwagen und 1  Mannschaftswagen) stehen den Helfern zu Verfügung, um ihre vielfältigen Aufgaben zu leisten. Rund 9.000 Stunden wurden von den Helferinnen und Helfern 2013 ehrenamtlich geleistet.

Die DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach schloss sich 2000 aus den beiden eigenständigen Ortsvereinen aus Raunheim und Kelsterbach zusammen, nachdem der Ortsverein Kelsterbach mit einem enormen Personalmangel zu kämpfen hatte und kurz vor der Auflösung stand. 37 Jahre (bis 2009) stand dem Ortsverein Lothar Hänel als Vorsitzender vor und prägte über viele Jahre den Auf- und Umbau des Vereins, bevor er aus gesundheitlichen Gründen 2009 das Amt an Jürgen Michel übergab. 2012 übergab dieser nach nur einer Legislaturperiode die Geschäfte an Volker Drees, der seit Juli 2012 den Verein führt. Lange Jahre wurde die Einsatzabteilung von Thomas Harbich geleitet. Von 2004 bis 2006 wurde die Einsatzabteilung von Jan Schubert kommissarisch geleitet. Seit 2006 liegt die Leitung der Einsatzabteilung in den Händen von Alexander Hänel.

Seit 2006 besteht zwischen der DRK-Ortsvereinigung und den beiden Städten Raunheim und Kelsterbach eine vertragliche Vereinbarung zur Förderung und Unterstützung der örtlichen Hilfsorganisation. Dieser Vertrag ist einzigartig in seiner Form und wurde von Lothar Hänel mit den beiden damaligen Bürgermeistern Thomas Jühe (Raunheim) und Erhard Engisch (Kelsterbach) konzipiert, um die örtliche Hilfsorganisation gegenwärtig und auch zukünftig finanziell zu unterstützen.

Gemeinsam mit der DRK-Ortsvereinigung Rüsselsheim und der Ortsvereinigung Mainspitze bildet der DRK Ortsverein Raunheim-Kelsterbach den 1. Sanitätszug des Kreises Groß-Gerau, aus dem sich wiederum die 1. Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Behandlung des Kreises Groß-Gerau bildet. Hier stellen die drei beteiligten Ortsvereine einen Einsatzleitwagen und einen Gerätewagen-San, sechs Rettungswagen sowie 6 Mannschaftstransportwagen. Diese SEG-Behandlung dient dem Rettungsdienst als Unterstützung bei Großschadenslagen (MAnV = Massenanfall von Verletzten).

Die sanitätsdienstliche Sicherstellung bei Sport- und sonstigen Großveranstaltungen, die Einsatzbereitschaft zu Unterstützung der beiden örtlichen Feuerwehren, eine gut sortierte Kleiderkammer, acht Blutspendetermine in Raunheim und Kelsterbach und nicht zuletzt die Hintergrundverstärkung des Rettungsdienstes sind nur einige Aufgaben, die erfüllt werden. Zwei „neue“ gebrauchte Rettungswagen stehen dem DRK-Ortsverein Raunheim-Kelsterbach seit dem Mai 2010 zur Verfügung und sorgen vor allem bei Paralleleinsätzen in Raunheim und Kelsterbach, sowie bei der Vielzahl von Diensten, dass immer ein Rettungswagen auch zur Notfallrettung bereitgehalten wird. Seit einiger Zeit wird an einem neuen Konzept für einen Gerätewagen gearbeitet., da aktuell bei Einsätzen sämtliches Katastrophenschutzmaterial mühsam aus dem Lager in einen Hänger geladen warden muss, der aus Platzgründen im Freien stehen muss, was einen großen Zeitverlust verursacht. Ein entsprechender Gerätewagen-San soll hier zukünftig Abhilfe schaffen - auf diesem soll das vollständige KatS-Material zukünftig einsatzbereit verlastet sein.

Ein weitaus größeres Problem stellt allerdings die Unterkunft dar, die inzwischen um ein Vielfaches zu klein ist. Die DRK Ortsvereinigung ist seit 1953 in einer ehemaligen Wehrmachtsbaracke in der Odenwaldstraße beheimatet, die jegliche Dämmung vermissen lässt und in Bezug auf die sanitären Einrichtungen und den Stellplätzen bei weitem zu klein geworden ist. So kann der Dienst dort nur unter großen Einschränkungen abgewickelt werden. Derzeit müssen aus diesen Gründen zwei Rettungsmittel und ein Anhänger das ganze Jahr im Freien stehen.

Derzeit wird gemeinsam mit den beiden Städten an einer Lösung der Problematik gearbeitet. Zusagen der beiden Städte zur Verbesserung der Situation wurden bereits erteilt, die Umsetzung soll zeitnah geschehen.

Im Dezember 2011 erhielt die DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach aus den Händen von Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich den Förderpreis Helfende Hand 2011 in der Kategorie Innovative Konzepte für das Ausbildungs-Konzept EASI – Helfende Hände altern nicht, einer Ersthelfer-Ausbildung für Senioren und Interessierte ab 60. Den speziell auf Senioren zugeschnittene Lehrgang gliedert sich in zwei Stufen und führt die Teilnehmer mit Basiswissen durch Notfallsituationen im täglichen Ablauf. So konnten hierdurch alleine im Jahr 2011 über 100 Teilnehmer aus Raunheim geschult werden. Die Jury beeindruckte das Konzept und vor allem die Tatsache, dass hier auf den demographischen Wandel eingegangen wird.

Gemeinsam mit den örtlichen Hilfsorganisationen von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Freiwillige Feuerwehr (FFW), sowie mit den umliegenden Partnern, der Polizei Rüsselsheim, dem Verein Seelsorge in Notfällen Kreis Groß-Gerau e.V. (SiN) und dem Technischen Hilfswerk Rüsselsheim (THW) findet alle 2 Jahre ein großer Tag der Hilfsorganisationen statt, der sich inzwischen fest in den Veranstaltungskalender der Stadt Raunheim etabliert hat und eine Vielzahl von Besucher anlockt.

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